Grüne Tipps und mehr
Exotische Schönheiten: Orchideen
Die Bedeutung der Orchidee ist mannigfaltig: in China ist sie seit jeher ein Symbol für Liebe und Schönheit, die Azteken verehrten sie als heilige Blume, das beliebte Vanille-Gewürz wird aus den Früchten von Orchideen gewonnen, in Europa wurden exotische Orchideen aus den Tropen mit Faszination eingeführt. Während Orchideen anfänglich nur in Liebhaberkreisen gehalten wurden, zieren sie heute bereits zahlreiche Wohnräume.
Vorkommen
Orchideen sind einkeimblättrige Pflanzen, die mit mehr als 20.000 Arten eine der größten Pflanzenfamilien bilden. Sie sind weltweit verbreitet und sogar jenseits des nördlichen Polarkreises und in Patagonien, nicht jedoch in Wüsten zu finden. Am stärksten verbreitet sind Orchideen in den Tropen und Subtropen, kommen aber auch in gemäßigten Breiten häufig vor:
- (Sub )Tropen: Orchideen wachsen meist als sogenannte Epiphyten („Aufsetzerpflanzen“) auf Bäumen und anderen Pflanzen. Sie haben im Zeitablauf die unterschiedlichsten Anpassungen entwickelt: so speichern sie beispielsweise das Regenwasser in dickledrigen Blättern und Sprossknollen. Viele Orchideen bilden Luftwurzeln aus, während einige sogar Chlorophyll (Blattgrün) in den Wurzeln enthalten, die somit in der Lage sind, Sonnenlicht aufzunehmen.
- Gemäßigte Breiten: Hier treten Orchideen als sogenannte Erdorchideen auf. Die heimischen Gattungen Epipactis (Stendelwurz) und Cephalanthera (Waldvöglein) verfügen über weit verzweigte unterirdische Ausläufer. Andere Gattungen, wie Orchis (Knabenkraut), Ophrys (Ragwurz) und Gymnadenia (Händelwurz) hingegen überdauern mit einer ei- oder handförmigen Knolle.
Äußere Merkmale
Die Blüten der Orchideen sind meist in traubigen Blütenständen angeordnet. Je nach Art werden bis zu hundert Blüten gebildet; es gibt aber auch einblütige Orchideen. Dabei können die exotischen Schönheiten die unterschiedlichsten Blütenformen und -farben entwickeln: Viele Orchideen haben winzige Blüten von einigen Millimetern, während andere bis zu 20 cm große Blüten entwickeln. Die Farben reichen von weiß, gelb über grün, blau und rot bis hin zu mehrfarbigen Blüten.
Standort
Viele Orchideen erfordern einen hellen, aber nicht zu stark sonnigen Standort bei Zimmertemperatur. Nachts sollte die Temperatur um 2 bis 4 °C gesenkt werden. Im Winter lieben Orchideen meist kühlere Temperaturen von circa 15 °C. Dies gilt jedoch nicht für Paphiopedilum (Frauen-/Venusschuh) und die beliebte Phalaenopsis (Malaienblume), die sich auch im Winter bei normaler Zimmerwärme wohl fühlen.
Gießen
Orchideen benötigen eine gute Durchlüftung des Substrats und eine gute Wasserführung. Im Sommer mit kalkarmem, temperiertem Wasser mäßig gießen. Die Blätter hingegen häufig übersprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, was den Orchideen besonders gefällt. Bitte nicht auf die Blüten sprühen, da ansonsten pilzlich bedingte dunkle Flecken auftreten können.
Düngen
Während der Wachstumszeit möchten Orchideen regelmäßig gedüngt werden, damit sie kräftig wachsen und schöne Blüten ausbilden können. Alle zwei Wochen eine Düngegabe Substral® Orchideen Nahrung im Gießwasser oder alle zwei Monate mit Substral® Orchideen Dünger-Stäbchen sorgen für eine bedarfsgerechte Versorgung der exotischen Schönheiten. Von Oktober bis Februar sollte die Düngefrequenz auf nur maximal einmal pro Monat reduziert werden.
Häufige Krankheiten und Schädlinge an Orchideen
Eine Reihe an Krankheiten und Schädlingen können den Orchideen schwer zu schaffen machen. Häufig treten Schädlinge wie Spinnmilben, Schildläuse und Thripse auf, die aufgrund ihrer Saugtätigkeit die Orchideen massiv schädigen können. Celaflor® Schädlingsfrei Careo® Spray** bekämpft schnell und zuverlässig saugende und beißende Schädlinge. Bitte beachten: manche Orchideenarten können empfindlich auf Pflanzenschutzmittel reagieren. Am besten direkt beim Kauf des Pflanzenschutzmittels informieren.
Weitere nützliche Tipps
- Pflanzen im Zeichen der Liebe
- Gehölzschnitt
- Winterblühende Zimmerpflanzen
- Vermehrung von Orchideen
- Schäden an Zimmerpflanzen
- Frostige Zeiten - Pflanzen im Garten pflegen
- Schnee im Garten
- Schneerose
- Hyazinthen im Glas züchten
- Mistel
- Zimmerpflanzenschädlinge
- Barbarazweige
- Weihnachtssterne
- Keimlinge & Sprossen
- Vor Nagern schützen
- Eis und Schnee - Rutschgefahr verhindern
- Obst- und Ziergehölze zurückschneiden
- Schutz vor Mottenfraß
- Schutz & Düngung: 2in1
- Ablagerungen auf Stein und Figuren

